Ostseeküstenradweg zwischen Waase und Wusse wird ausgebaut


Ummanz – Nachdem im vergangenen Jahr die Gemeindestraße in Ummanz (Landkreis Vorpommern-Rügen) bereits ausgebaut wurde, folgt jetzt endlich der Bau des Radwegs von Waase nach Wusse.

Auf einer Strecke von knapp 1,4 Kilometern soll der Radweg, der Bestandteil des Ostseeküstenfernradwegs ist, zukünftig mit einer Breite von zweieinhalb Metern entlang der Gemeindestraße und teilweise auf dem Deich verlaufen. Über 798 Kilometer umfasst der Radwanderweg, der von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck reicht und Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern leitet. Mecklenburgs Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Harry Glawe, sagte am Montag vor Ort bei der Übergabe einer Fördermittelzusicherung:

„Die Rügeninsel Ummanz mit ihrer beeindruckenden Naturlandschaft bietet Radfahrern gute Bedingungen für kürzere und längere Touren. Jetzt soll eine Etappe zwischen Waase und Wusse ausgebaut werden, um das Radwegenetz auf der Insel weiter zu verbessern.“

Langfristig sei in der Region geplant, das überregionale Radwegenetz auszubauen, um unbeschwerte Touren von Altefähr im Südwesten der Insel Rügen bis nach Ummanz möglich zu machen, Glawe weiter.

Die Gesamtinvestitionen für die Radwegetappe betragen rund 342.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt bei Vorlage aller Unterlagen die Maßnahme aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 243.000 Euro.

Mit neun Radfernwegen auf einer Länge von rund 2.300 Kilometern sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge wartet Mecklenburg-Vorpommern auf. Insgesamt zählt der Nordosten 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs. cl

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ADFC Berlin lädt zu Kieztouren ein

Kieztour_2015_Marzahn-Hellersdorf_copyright-ADFCBerlin

Die Kieztour „Marzahn-Hellersdorf“ im letzten Jahr. Foto: ADFC Berlin

Der ADFC Berlin lädt alle Neuberliner und Berliner herzlich ein, ihren Kiez von seiner schönsten, nämlich der fahrradfreundlichen Seite neu zu entdecken. Dazu bietet der ADFC Berlin in den Bezirken verschiedene kostenlose Radtouren an:

am Sonntag, 4. September 2016, 14:00 Uhr

Treffpunkte:

  • Charlottenburg-Wilmersdorf (STG City-West): Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100
  • Friedrichshain-Kreuzberg: U-Bhf. Mendelssohn-Bartholdy-Park, Ausgang am Reichpietschufer
  • Lichtenberg: Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstr. 6
  • Mitte: Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1
  • Pankow: Rathaus Weißensee, Berliner Allee 252
  • Reinickendorf: Rathaus Reinickendorf, Eichborndamm 215-239
  • Schöneberg: Rathaus Schöneberg, Eingang Freiherr-vom-Stein-Straße
  • Steglitz-Zehlendorf: Rathaus Lankwitz, Leonorenstr. 70 (S-Bhf. Lankwitz)
  • Tempelhof: U-Bahnhof Alt-Mariendorf, vor Eishennig
  • Treptow-Köpenick: Rathaus Köpenick, Alt-Köpenick 21

Die Tour ist vor allem für Neuberliner und Berliner, die ihren Bezirk von einer anderen Seite entdecken wollen, konzipiert. Mit dem Rad werden die Gegend und günstige Wege zu Alltags- und Ausflugzielen erkundet. Anschaulich demonstriert der ADFC, wie und dass man in der Großstadt auch ohne Auto problemlos zurechtkommt.

Aktive aus den Stadtteilgruppen des ADFC Berlin führen in gemütlichem Tempo zu Orten, die versteckt, skurril, historisch oder einfach „ein Muss“ sind. Von den Bezirksrathäusern aus werden 20 – 25 km hauptsächlich auf Nebenrouten geradelt. Am Ende der Tour können die Erlebnisse bei einem gemütlichen Glas Wasser, Radler oder Wein vertieft werden.

Die Teilnahme an den Radtouren ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. cl

Rechts vorbei ist voll daneben? Zusätzlicher Rechtsabbieger am Märkerweg

Hamburg – Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) beginnt mit Umbaumaßnahmen an der Keuzung Swebenweg / Märkerweg / Wilzenweg. Die unfallträchtige Kreuzung wird um eine zusätzliche Rechtsabbiegespur in Richtung Flughafen ergänzt. In der Vergangenheit war bereits eine Linksabbiegerampel installiert worden, wodurch die Unfallursache zwar behoben werden konnte, indes verlängerte Rotphasen auf dem Swebenweg die Folge waren. Die jetzt angestoßene Aufweitung des Märkerwegs zwischen Germanenweg und Swebenweg soll den Verkehr im Anschluss wieder besser fließen lassen. Gleichzeitig erhalten die Nebenflächen im Kreuzungsbereich ein taktiles Pflaster, das seheingeschränkten Menschen zur besseren Orientierung dient.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation erklärt, dass für die aus der Verbreiterung der Straße notwendige Verlagerung der Nebenflächen ein Teil der Böschung an der Lärmschutzwand entfernt werden müsse. Damit bleibe der Platz für Fußgänger und Radfahrer erhalten.

Erhalten meint aber auch, dass es zu keiner qualitativen Veränderung für den Radverkehr im Märkerweg kommt, sondern prinzipiell alles beim Alten bleibt. Radfahrstreifen auf der Fahrbahn, wie sie der ADFC generell immer wieder fordert, werden wohl nicht berücksichtigt.

Dabei hatte der ADFC Hamburg schon vor über fünf Jahren für Radfahr- und Schutzstreifen im Märkerweg gekämpft. Im Planfeststellungsbeschluss zu dem Umbau der Kreuzung vom 3. März 2011 heißt es hierzu wörtlich:

Es kann nicht Ziel sein, Radfahrer benutzungspflichtig zu führen. Das ist „altes Den-ken“ und sollte nicht mehr Grundlage einer Planung sein. Radfahrer fahren in der Regel auf der Fahrbahn sicherer. Insbesondere gilt das für Kreuzungen.

Die auf der Westseite des Märkerweg etwas außerhalb des Planungsgebiets notierte Sanierung des nicht benutzungspflichtigen Radwegs muss deshalb unterbleiben. Sie liefe den Bemühungen der BSU zur Radverkehrsförderung entgegen. Wenn etwas für den Radverkehr hier getan werden soll, kann das in Form von Radfahrstreifen erfolgen.

An einer anderer Stelle der Unterlage schlägt der Verband variantenweise vor:

Der Radverkehr sollte ab Germanenweg auf einem Radfahrstreifen bis zum Knoten geführt werden. Für Radfahrer nach Osten sollte eine Abbiegemöglichkeit auch bei roter Ampel gegeben sein. Für Radfahrer in Richtung Wilzenweg und in Richtung Swebenweg (West) sollte bereits weit am Beginn der Aufweitung der Fahrstreifen im Märkerweg eine Radspur am rechten Rand des entsprechenden Fahrstreifens markiert werden. So wird sowohl dem Radfahrer als auch dem Autofahrer frühzeitig verdeutlicht, wo Radfahrer sich einordnen sollten. Diese Klarheit schafft Sicherheit.

An dieser Haltung hat sich bis heute nichts geändert. Dirk Lau, stellvertretender Vorsitzender des ADFC in Hamburg, sagt gegenüber shaRAD Space:

Der ADFC kritisiert die Baumaßnahmen, da die Belange der Autofahrer einseitig berücksichtigt werden. Der Gewinn einiger Sekunden mehr Grünphase auf einer mehrspurigen Straße ist nicht mit den Nachteilen für Anwohner und andere Verkehrsteilnehmer zu rechtfertigen. Die entstehenden Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen aller Verkehrsteilnehmer. Zumal unter dem Gesichtspunkt, dass eine vorherige Verkürzung der Grünphase für den Kfz-Verkehr allein der Gefährdung durch Kfz geschuldet war.

Im Namen seines Verbandes fordert Lau nicht nur alternative, sondern auch weitreichende Maßnahmen. Neben Radfahrstreifen, die für sichere und komfortable Radverkehrsbedingungen sorgen, müsse über Tempo 30 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Verbesserung der Luft- und Lärmsituation nachgedacht werden.

Seine Bilanz fällt ernüchternd aus: „Unterm Strich lässt sich an dieser Stelle nicht erkennen, wie der Senat Hamburg fahrradfreundlicher machen will, die Stadt gar zur ‚Fahrradstadt‘ ausbauen will. Hamburg braucht aber eine Verkehrspolitik, bei der Fußgänger, Radfahrer und der öffentliche Nahver­kehr Priorität genießen vor dem Autoverkehr, sowohl bei den Inves­tionen für Infrastruktur als auch bei der Verteilung des Platzes.“ cl

Brandenburg stellt Radwege auf die Probe – und Berlin die Beziehungen

Potsdam – „Mit einem Anteil des Radverkehrs von 13% am Gesamtverkehrsaufkommen haben wir unter den Flächenländern einen guten Wert erreicht, den wir steigern wollen.“ Unter diesem Credo gab Verkehrsministerin Kathrin Schneider an der L 92 in Fahrland heute den Startschuss für die Zustandserfassung der Radwege an den Landesstraßen Brandenburgs. Zwischen 2013 und 2014 waren bereits die Bundesstraßen registriert worden.

Ministerin Schneider, die zu dem Termin standesgemäß mit dem Rad angereist war, betonte, dass der Radverkehr ein wichtiger Bestandteil ihrer Mobilitätsstrategie sei:

„Aber nur wenn die Radwege in gutem Zustand und sicher sind, werden wir mehr Menschen dazu bewegen können, mit dem Rad zu fahren. In diesem Jahr werden wir insgesamt 7 Mio. Euro für Neubau und Erhaltung von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen einsetzen.“

Diese Mittel scheinen indes dringend benötigt. Obschon 80% der 964 km Radwege an Bundesstraßen in einem guten bis sehr guten Zustand sind, belaufen sich die Investitionen zum Beheben der festgestellten Mängel auf etwa 6,5 Mio. Euro, wie Edgar Fiedler, Leiter der Interministeriellen Arbeitsgruppe (kurz: IMAG) Radverkehr, zu berichten weiß. Nicht ganz die Hälfte der Summe resultiert alleine daraus, dass die Maßnahmen nicht partiell durchgeführt werden können, weil stets ein größeres Baufeld zuzüglich etwaiger Zufahrten vonnöten ist.

Pflaster ist mörderisch

Allemal ist die Inventarisierung der Radwege durch den Bauingenieur Stefan Oertelt eine technische Meisterleistung. Er selbst hat das Messrad entwickelt, konstruiert und im Laufe der Jahre immer weiter optimiert. Das handelsübliche Pedelec sorgt mithilfe des Elektromotors für eine gleichbleibende Geschwindigkeit von 25 km/h, während eine am Lenker montierte Kamera je gefahrenen Meter ein Bild vom Boden schießt und Sensoren die vertikale Schwingbeschleunigung aufzeichnen. Ihr schenkt Oertelt besondere Aufmerksamkeit. Er verweist auf Arbeitsmediziner, die bei dem Thema sensibilisiert aufhorchen, sowie die in Regelwerken einschlägig verankerten Tageshöchstdosen. Mit Kopfschütteln reagiert er daher auf gepflasterte Radwege. Die mögen zwar schön aussehen, die beste Qualität in puncto Laufruhe liefere aber Asphalt. Seine Messergebnisse decken sich hierbei gleichfalls mit seinen Beobachtungen. Während Rennradfahrer gewöhnlich separate Radwege mieden und die Straße präferierten, sei es auf den Flaeming-Skates genau umgekehrt. Ein anderes Beispiel erzählt von einer älteren Dame, die auf einem an sich exzellent asphaltierten Radweg im Zentrum Potsdams unterwegs gewesen sei. Einziges Manko: Jede querende Ausfahrt habe das Dahingleiten ob Kopfsteinpflaster jäh unterbrochen und die Einkäufe der Frau aus ihrem Korb herauskatapultiert. Mit entrüsteter Stimme fragt Oertelt: „Wer macht so was?!“ Und er konstatiert kühl: „Pflaster ist mörderisch. Nach zwei bis drei Stunden schlafen ihnen die Hände ein.“

Schließlich ist der Bauingenieur vom Ammersee ein Profi. Seit den 1990ern befasst er sich mit der Zustandserfassung von Straßen sowie Radwegen und hat in der Vergangenheit schon zahlreiche Bundesländer beradelt. Von vornherein habe bei seinem Messrad Low-Cost im Vordergrund gestanden, um den Kommunen die Investitionen darin zu erleichtern. Auf 500,- Euro taxiert er den Wert seiner Instrumente, die er mit Materialien aus dem Baumarkt am Fahrrad fixiert hat. Nach einem 100 km langen Pilotversuch in Schleswig-Holstein war Oertelt letztes Jahr in Rheinland-Pfalz auf Achse. Dort vermaß er auf einer Länge von 900 km die touristisch relevanten Strecken entlang der Flüsse. Demgegenüber, so Oertelt, stehe Brandenburg qualitativ deutlich besser da. In Rheinland-Pfalz seien mitunter Strecken als Radwege ausgewiesen, auf denen bloßer Eisenbahnschotter liege. „Da können sie gleich absteigen vom Rad. Mit Fahren ist da nichts.“

Berlin macht seinen eigenen Stiefel

Generell wirkt die Landespolitik sehr bemüht beim Thema Fahrradverkehr. Der insgesamt durchweg gute Zustand der Radwege ist sicherlich nur ein Beispiel. Immerhin wurden entlang der Bundesstraßen lediglich 12% als schlecht bis sehr schlecht bewertet. Derweil umfasst das touristisch vermarktete Netz der Fernradrouten laut Landes-Fahrradbericht 7.000 km, womit Brandenburg im Vergleich zu anderen Bundesländern Radfahrenden sehr gute Bedingungen liefert.

Edgar Fiedler gibt sich ebenso zuversichtlich und meint, dass man im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung neben der Erhaltung dank Radverkehrsstrategien natürlich auch den Neubau auf der Agenda habe. Dennoch erleidet die Stimmung bei aller Euphorie spätestens dann einen empfindlichen Dämpfer, wenn Berlin zur Sprache kommt. Eine Kooperation mit dem Nachbarn wäre vor dem Hintergrund der jüngsten Vorstöße zu einem Radschnellweg zwischen der Bundeshauptstadt und Potsdam sicherlich richtig. Doch weit gefehlt. Um die Kontakte mit Berlin scheint es nicht ganz so gut bestellt. „Die wollen ihren eigenen Stiefel machen“, bilanziert Fiedler mit leicht resignativem Timbre. cl

Die Zustandserfassung der Radwege an Bundesstraßen 2013/2014 hatte folgendes Ergebnis:

 

  • sehr gut (< 1,5)                                          = 60   %
  • gut (1,5 bis < 2,5)                                      = 20,2 %
  • ausreichend (2,5 bis < 3,5)                    =  8,1  %
  • schlecht (3,5 bis < 4,5)                           =  4,9  %
  • sehr schlecht (4,5 und schlechter)    =  6,8  %

 

Radwegenetz

 

  • Länge der Radwege an Bundesstraßen:                   964 km
  • Länge der Radwege an Landesstraßen:                 1.037 km
  • Länge der Radwege an Kreisstraßen:                        334 km

 

Pegel gibt Radweg Chemnitz – Weitin frei

Blankenhof-Chemnitz  –  Feierlich hat heute Mecklenburgs Infrastrukturminister, Christian Pegel, den Radweg an der Bundesstraße 104 von Chemnitz (Ortsteil v. Blankenhof) bis Weitin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) für den Verkehr freigegeben.

Der Bau des Radweges erfolgte straßenbegleitend südlich der B 104 und stand im Zusammenhang mit dem Vorhaben rund um die Kreuzung B 104/Kreisstraße Richtung Blankenhof in Chemnitz, an der er beginnt. In Weitin mündet er schließlich in den vorhandenen Geh- und Radweg.

Der in Asphaltbauweise errichtete Radweg ist knapp 3,2 Kilometer lang und 2,50 Meter breit. Die Kosten in Höhe von rund 406.000 Euro trägt der Bund. cl

Weser-Radweg wird in Bodenfelde ausgebaut

Bodenfelde – Für rund 510.000 EUR verbreitert der Flecken Bodenfelde den Weser-Radweg auf seinem Gemeindegebiet von zwei auf drei Meter, um weiterhin einen gefahrenfreien Begegnungsverkehr gewährleisten zu können.

Das niedersächsische Verkehrsministerium unterstützt die Maßnahme mit Mitteln in Höhe von 250.000 EUR aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) sowie aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Wirtschaftsminister Olaf Lies lobt: 

„Investitionen in die Unternehmen sowie in die Infrastruktur sind wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Niedersachsens auszubauen. Mit diesen Fördermitteln greifen wir Unternehmen in strukturschwachen Regionen unter die Arme, unterstützen sie bei wichtigen Investitionsvorhaben. Damit steigern wir die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes im Ganzen und schaffen Arbeitsplätze.“

cl

CDU wirft Kuhn bei Mobilitätsfragen Konzeptionslosigkeit vor 

Stuttgart – Die CDU wirft Oberbürgermeister Kuhn und seinem Stab bei den Themen Luftreinhaltung und Verkehr Konzeptionslosigkeit vor. In einer heutigen Pressemitteilung erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Kotz:

„Leider müssen wir feststellen, dass Oberbürgermeister Kuhn und seine Stabsabteilung für Mobilität kein wirkliches Konzept für die Zukunft hat.“

Neben der ablehnenden Haltung gegenüber Tempo 40 auf Hauptstraßen und Fahrverboten spielt aber auch das Fahrrad bei den Christdemokraten eine Rolle. In einer Erklärung von heute monieren sie die Neuausschreibung des stadtweiten Fahrradverleihsystems, das momentan von DB Rent als „Call a bike“ angeboten wird. Der Gemeinderat hatte die Ausschreibung vor seiner Sommerpause wegen aus seiner Sicht signifikant schlechterer Konditionen vorerst abgelehnt. Kotz äußerte sich enttäuscht:

„Wer wie OB Kuhn in seinen Reden immer wieder betont, dass gerade der Ausbau des Fahrradanteils am Verkehrsaufkommen zur Lösung der Stuttgarter Probleme gesteigert werden muss, der kann nicht ernsthaft vorschlagen, die zukünftigen Bedingungen für die Nutzer des Radverleihsystems so dramatisch zu verschlechtern, wie es dem Gemeinderat vorgeschlagen wurde.“

Derweil hat sich auch Stuttgarts Oberbürgermeister Kuhn über seinen Sprecher Andreas Scharf zu Wort gemeldet. Ihm zufolge gebe es mit „Nachhaltig mobil in Stuttgart“ einen vielfältig abgestimmten Aktionsplan von Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der in der Umsetzung immer wieder aktualisiert und konsequent fortentwickelt werde.

Zudem verwies er darauf, dass etwa zur Stärkung des Rad- und Fußverkehrs, zur Förderung der E-Mobilität und zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Stuttgart und mit Blick auf die Luftreinhaltung bereits wichtige Weichenstellungen getroffen worden seien. Beispielhaft seien die – kurzfristig ab Herbst umgesetzte – Verstärkung der Linie U13 oder die neue Linie U19. Ferner werde es zur nächsten Feinstaub-Saison das sogenannte Feinstaub-Ticket zum halben Preis geben.

Oberbürgermeister Kuhn werde, wie geplant, nach den Sommerferien im Ausschuss für Umwelt und Technik zum Themenkomplex Mobilität und Luftreinhaltung berichten. cl

Neubau Brücke Unterm Heilbrunnen – Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer

Hamburg – Vom 5. September bis Ende November 2016 wird die Fußgängerbrücke Unterm Heilbrunnen in Hamburg-Bergedorf durch einen Neubau ersetzt. Die Brücke verbindet die Straßen Unterm Heilbrunnen und Brookdeich über die Alte Brookwetterung für Fußgänger und Radfahrer.

Die letzte Bauwerksprüfung förderte an dem 1956 errichteten Bauwerk Schäden am Beton zu Tage, welche die Dauerhaftigkeit und die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.

Aufgrund dieser Schäden reißt der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die Fußgängerbrücke nun ab und ersetzt sie durch eine neue Anlage.

Gleichzeitig wird die künftige Querung von 1,80 m auf 3,00 m verbreitert und die zurzeit neben der Brücke verlaufenden Leerrohre werden unter die Brücke verlegt.

Für Fußgänger und Radfahrer bedeutet das künftig mehr Platz. Während der Bauarbeiten wird die Brücke von Montag, den 5. September, bis voraussichtlich Ende November 2016 vollständig gesperrt.

Für den Fußgänger- und Fahrradverkehr stehen zwei Ausweichstrecken über die benachbarten Brücken zur Verfügung. In Richtung Bergedorf über den Arnoldistieg in ca. 100 m Entfernung und in Richtung A25 Auffahrt HH-Curslack über den Brookdamm in ca. 120 m Entfernung.

Der LSBG bittet alle Fahrradfahrer, die ihr Fahrrad an dem Geländer der Brücke angeschlossen haben, diese bis zum Baubeginn zu entfernen. cl

Stuttgarts Parkplätze werden zu Parks

Stuttgart – Parken kommt von Park. Was etwas skurril klingt, wird in Stuttgart am 16. September Realität. Dann ist wieder einmal internationaler Parking-Day und neben vielen anderen Städten auf der ganzen Welt werden auch Stuttgarts Stellflächen einen Tag lang zu urbanem Lebensraum. Ob Wohnzimmer im Freien, Garten oder Kunstgalerie, ob Bibliothek, Spielplatz oder Strand. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Der internationale Parking-Day geht auf eine Aktion im Jahre 2005 zurück. Damals hatten Aktivisten einen Parkplatz in San Francisco für zwei Stunden in einen Park mit einer Bank und einem Baum verwandelt.

Der Parking-Day illustriert, wie Straßen aussehen könnten, wenn ihr Platz nicht von Autos vereinnahmt würde.

Gerade in einer stark vom Automobil dominierten Stadt wie Stuttgart genießt die Veranstaltung Auftrieb. Seit 2012 werden von Jahr zu Jahr mehr Stellplätze zu Parking-Day-Bühnen.

Mitmachen kann jeder. Genaueres hierzu kann man am 25.08. um 18:30 auf einem Infotreffen erfahren, das auf dem Parklet in der Langen Straße stattfindet. Ferner können Fragen ebenfalls an kontakt@parkingday-stuttgart.de gerichtet werden. Auch die Parklets des Reallabors für nachhaltige Mobilitätskultur werden ein Teil des Parking-Days sein, ehe sie in den folgenden Tagen demontiert werden sollen. cl


Kostenlose Radlkarte vom MVV

München – Die in Zusammenarbeit mit dem ADFC erstellte kostenlose MVV-Radlkarte liegt ab sofort in zahlreichen MVV-Regionalbussen, in den Landratsämtern der MVV-Landkreise und im MVG-Kundencenter zur Mitnahme aus.

Die Karte bietet einen Überblick mit ausführlicher Beschreibung über zehn Radrouten im ganzen MVV-Raum und enthält Ausflüge wie „An Ilm und Amper“, zum Kloster Schäftlarn oder die „Würmtaltour“. Jede der Touren startet und endet an einem anderen S- oder U-Bahnhof.

Insgesamt wurden knapp 30 Vorschläge für den Verbundraum ausgearbeitet. Alle Touren können mit detaillierten Beschreibungen, Karten und GPS-Tracks unter www.mvv-muenchen.de/rad abgerufen werden. Die Tourenvorschläge lassen sich im MVV-Radroutenplaner unter rad.mvv-muenchen.de individuell abändern.

Wer keine MVV-Radlkarte in MVV-Regionalbus, Landratsamt oder Kundencenter mehr vorgefunden hat, kann sie unter www.mvv-muenchen.de/shop gegen Erstattung der Versandkosten bestellen. cl / Quelle: MVV