Klara und die Fahrraddisko

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Hamburgs erstes kostenloses Lastenrad hört auf den Namen „Klara“. Foto/Quelle: Volker Hämmerling, Hamburg

Hamburg – In Zusammenarbeit mit dem oekom Verlag hat die Behörde für Umwelt und Energie gemeinsam mit der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und der Technischen Universität Hamburg-Harburg das so genannte Klimasparbuch für Studierende herausgebracht.

Ein bunter Strauß aus mehr als 50 Gutscheinen und Coupons für ermäßigte oder kostenlose Angebote aller Art in und um Hamburg sowie Adressen, Termine und Tipps zu Öko-Märkten, Tauschbörsen, Repair-Cafés, ökofairen Modeläden, Ausflügen in und um Hamburg, Apps und Umsonstläden wartet auf die Studentinnen und Studenten der Stadt. Die Auflage von zunächst 25.000 Stück wurde als ein Baustein des Hamburger Klimaplans durch die Leitstelle Klimaschutz der Behörde für Umwelt und Energie finanziell unterstützt.

Umweltsenator Jens Kerstan dazu: „Das ‚Klimasparbuch 2016/2017 für Hamburger Studierende‘ ist ein handlicher, alltagserprobter Ratgeber und eine Gutscheinsammlung im Taschenbuchformat für Studentinnen und Studenten. Es bietet einen spannenden Überblick über die wichtigsten Schalthebel ressourcenschonenden Verhaltens im Alltag mit Infos, für die man sonst monatelang recherchieren müsste. Es soll der Guide für Studierende werden, mit dem man in Hamburg klimafreundlich einkaufen, essen, entspannen oder mobil sein kann. Folgt man diesem Stadtführer, engagiert man sich ganz nebenbei auch noch für den Klimaschutz.“

Unter anderem macht das Klimasparbuch auf „Klara – das kostenlose Lastenrad für Hamburg“ aufmerksam, das seit knapp einem Jahr durch Hamburg tourt und alle paar Wochen an einem anderen Ort in der Hansestadt stationiert ist. Ein weiteres Highlight ist die Fahrraddisko Pedal-Power, bei der das Publikum die Energie für den Sound erradelt. Wird die Musik lauter, muss fester in die Pedale getreten werden. Denn bleiben sie stehen, verstummt mit ihnen auch die Mucke.

Insgesamt darf man das Klimasparbuch zweifellos als dankbare Bereicherung ansehen, die den Impuls für eine Klimawende zumindest unterstützt. Dennoch fragt man sich vielleicht: „Warum richtet sich das Klimasparbuch an Studierende?“ Eine Antwort auf diese Frage will die Universität Hamburg liefern und erklärt:

„Studierende sind für das Thema nachhaltiger Konsum sowie umweltbewusstes Handeln eine besonders wichtige Zielgruppe. Die meisten treffen ab diesem Zeitpunkt zahlreiche Entscheidungen ihres Lebens erstmals alleine und ziehen in eine neue Stadt. Das Klimasparbuch spricht Studierende auf verschiedenen Wegen an: Sie erfahren nicht nur, wie die Umwelt geschützt und zeitgleich Geld gespart werden kann. Sie erhalten zudem Gutscheine und Hinweise darauf, wie sie sich selbst aktiv für den Klimaschutz in Hamburg einbringen können.“

All das ist sicherlich richtig. Dennoch ist es eine ebensolche Binsenweisheit, dass Studierende – wenigstens bei der Verkehrsmittelwahl – ohnehin ökologischer dastehen als der übrige gesellschaftliche Querschnitt. Das spiegelt auch die Sozialerhebung aus dem Jahr 2013 des Studierendenwerks Hamburg wider. Nach ihr haben lediglich 21% aller Studierenden laufende Kosten für ein Auto, im Bundesdurchschnitt sind es 34%. Ein Klimasparbuch für alle Bürgerinnen und Bürger wäre also ein lohnenswertes Ziel. cl

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