Bike and ride ist gefragt, P+R-Auslastung steigt wieder

Hamburg – Wie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation heute mitteilt, erfreuen sich Hamburgs Bike+Ride-Anlagen einer wachsenden Beliebtheit. Bezogen auf die im Jahr 2012 untersuchten Stationen sei die Zahl der abgestellten Fahrräder von ca. 16.800 im Jahr 2012 auf ca. 19.000 im Jahr 2014 gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von ca. 13 % und belegt die zunehmende Bedeutung der Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV in Hamburg.

Parallel dazu ist trotz einer im Juli 2014 eingeführten Entgeltpflicht auch die Auslastung beim Park and ride gestiegen. An sieben der 18 entgeltpflich­tigen Standorte sei nach Angaben der Behörde die Auslastung von 2014 wieder erreicht oder sogar übertroffen worden. Ende August dieses Jahres hatten 17 der 18 Anlagen bereits höhere durchschnittliche Nutzerzahlen als im gesamten vergangenen Jahr, wie die nachstehende Grafik verdeutlicht.

Wie die Grafik anschaulich demonstriert, hat der befürchtete Abwärtstrend wegen des eingeführten Entgelts nicht eingesetzt. Quelle/Rechte: BWVI

Staatsrat Andreas Rieckhof sagte dazu: „Viele Autofahrerinnen und Autofahrer erkennen nach anfänglicher Skepsis mittlerweile den Gegenwert, den sie für die gemäßigten Gebühren bekommen, und nutzen die Anlagen immer intensiver. Dies bestätigt uns in unserem Konzept.“
Mit seinem P+R-Entwicklungskonzept will der Senat den Umstieg vom Pkw auf den ÖPNV schon in der Peripherie Hamburgs fördern, um die innerstädtische Verkehrssituation zu entlasten.

Dabei setzt er auf die Schließung innerstädtischer P+R-Plätze und den qualitativen Ausbau der Anlagen. Mithilfe des Entgeltes sollen die Kosten für den Betrieb und die besagten Qualitätsverbesserungen weitgehend durch die Einnahmen gedeckt werden. Ein fürs Erste erfülltes Ziel, weil den Kosten für die Erhebung der Entgelte aktuell erheblich höhere Einnahmen gegenüberstehen. Auf diese Weise habe die P+R-Betriebsgesellschaft mbH ihre Verluste seit dem Jahr 2014 verringern und gleichzeitig die Anlagen attraktiver, sicherer und leistungsfähiger machen können, wie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation erklärt.

Zusätzlich habe die Entgelteinführung jedoch noch einen weiteren positiven Effekt: Viele ehemalige P+R-Nutzer greifen auf Busverbindungen und/oder das Fahrrad zurück, um zu ihrer Schnellbahnhaltestelle zu kommen. cl

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