Planungswerkstatt Max-Brauer-Allee startet

adfc_maxbrauerallee

Die Max-Brauer-Alle ist seit Jahren ein großes Sorgenkind in puncto Lärm und Feinstaub. Auf eine Lösung warten die Anwohner jedoch bislang vergebens. Foto/Quelle: ADFC Hamburg

 

Hamburg – Wie der zuständige Landesbetrieb, Straßen, Brücken und Gewässer heute bekanntgegeben hat, findet am Samstag, den 26. November 2016, in der Aula der Louise Schroeder Schule (Altona-Altstadt, Thedestraße 100) von 13.00 bis 17.00 Uhr die Planungswerkstatt zur Umgestaltung der Max-Brauer-Allee statt.

Die Planungswerkstatt setzt das im April begonnene Beteiligungsverfahren fort und baut auf den bisherigen Ergebnissen und Erkenntnissen auf. Alle Interessierten haben im Rahmen der Werkstatt Gelegenheit, sich zu informieren, Planvarianten zu diskutieren und ihre Ideen zu erörtern. Die Ergebnisse fließen in die weitere Planung des LSBG und das folgende formelle Abstimmungsverfahren ein.

Ziel des Beteiligungsprozesses ist es, eine tragfähige Variante für die Umgestaltung der Max-Brauer-Allee zu entwickeln, die insbesondere die Situation für den Bus- und Radverkehr verbessert und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen Hauptverkehrsstraße aufrechterhält.

Immer wieder hatte die Max-Brauer-Allee die Gemüter erhitzt (shaRAD Space berichtete). Bis zuletzt hatten Senat und Polizei gemauert, der Forderung nach Tempo 30 von den Bewohnerinnen und Bewohnern des angrenzenden Nyegaard-Stifts nachzukommen. Eine Wende könnte jetzt die StVO-Novelle mit sich bringen, die den Bundesrat im vergangenen September bereits passiert hat. Zukünftig lassen sich Tempo-30-Abschnitte hierdurch schneller und vor allem auch auf Hauptstraßen realisieren.

Mit einem Umbau ist allerdings nicht vor 2018 zu rechnen, wie sich aus der Ergebnisdokumentation der Auftaktveranstaltung vom 31. Mai dieses Jahres ergibt. Ferner macht der Landesbetrieb darin sehr deutlich, dass es ihm nicht vordergründig um die Reduktion des Autoverkehrs geht. Wörtlich heißt es in dem Papier:

„Die Max-Brauer-Allee ist Teilabschnitt des Hamburger Hauptverkehrsstraßennetzes. Deshalb ist die Reduzierung des Kfz-Verkehrs nicht Ziel des Projektes. Ziel ist es vielmehr, den Verkehrsfluss zu optimieren. Die angestrebten Verbesserungen für den ÖPNV und den Radverkehr als zentrale Zielsetzungen der Planung können ggf. dazu führen, dass mehr Menschen auf die Nutzung des Kfz verzichten.“

Der Handlungsbedarf ist unterdessen enorm. Wie eine Befragung von 370 Passanten durch die steg Hamburg ergab, ist eine deutliche Mehrheit von 40,1% der Befragten bereits heute mit dem Fahrrad auf der Max-Brauer-Allee unterwegs. Das Auto landet mit 15% weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Dennoch werden die Bedingungen zum Radfahren von den Teilnehmern mit einer Note von 5,25 auf einer schultypischen Skala von eins bis sechs als sehr schlecht empfunden. Auch beim Zufußgehen sieht es mit einer Note von 4,13 nur unwesentlich besser aus.

Vor Beginn der formellen Abstimmung mit den sogenannten „Trägern Öffentlicher Belange“ wird das Ergebnis des Beteiligungsverfahrens öffentlich präsentiert. cl

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s