Regionalkonferenz will Lastenräder in Metropolregion Hamburg

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Hamburgs erstes kostenloses Lastenrad hört auf den Namen „Klara“. Wenn es nach dem Willen der Metropolregion Hamburg geht, soll das Modell Schule machen. Foto/Quelle: Volker Hämmerling, Hamburg

Hamburg – Zur alljährlichen Regionalkonferenz der Metropolregion Hamburg haben sich heute rund 350 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Ludwigslust getroffen. Die Veranstaltung, bei der neue Handlungsfelder aufgezeigt sowie Kooperationen gefestigt und initiiert werden sollen, stand diesjährig unter dem Tenor „Nachhaltige Mobilität“.

Vor dem Hintergrund steigender Pendlerzahlen sieht man in der Metropolregion Hamburg Handlungsbedarf. Bereits heute sind es über 400.000 Menschen, die in der Hansestadt und dem Umland pendeln. Dabei nehmen auch die Ansprüche an die Mobilitäts-Angebote kontinuierlich zu: Gut erreichbar, miteinander verknüpft, klimaschonend, barrierefrei und Echtzeit-Fahrplandaten sind nur einige Stichworte.

Insbesondere das Spannungsfeld zwischen dem ländlichen und städtischen Besiedlungsraum sehen die Experten als eine wesentliche Herausforderung an. Während beispielsweise in den Städten daran gearbeitet werden muss, den Verkehr leiser und die Luft sauberer zu machen, sind auf dem Land wiederum Lösungen für den Weg von der Bahnstation nach Hause gefragt. In ihrer heutigen Erklärung fordern die Vertreter der Metropolregion Hamburg daher, dass Land und Stadt gemeinsam daran arbeiten müssen, Verkehrsengpässe auch mit Hilfe technologischer Entwicklungen besser zu regeln. Laut Prof. Dr. Dirk Vallée vom Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen University können Metropolregionen durch regionale Kooperation dazu einen wichtigen Beitrag leisten:

„Für eine nachhaltige Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur sind integrierte Planungen notwendig. Einzellösungen helfen uns nicht weiter, wir brauchen ganzheitliche Denkansätze und aufeinander abgestimmte Siedlungs- und Verkehrskonzepte, die sich nicht an administrativen Grenzen orientieren.“

Ein Fokus lag in diesem Zusammenhang in den heutigen Foren und Diskussionsrunden auch auf dem Thema Radverkehr. So war man sich einig, dass in der Stadt Lastenfahrräder mit Elektroantrieb Autos ersetzen könnten, um die Straßen und das Klima zu entlasten. Egal ob beim privaten Einkauf als Leihrad oder im Handwerksbetrieb als Firmenwagen.

Ferner würden Elektrofahrräder mit angemessener Reichweite und ein einhergehender Ausbau der Fahrradwege die Abhängigkeit vom eigenen Auto genauso eindämmen wie gut ausgebaute Car-Sharing-Systeme. Als Zubringer zum ÖPNV und durch Integration in Mobilitäts-Apps sollen solche Angebote helfen, den Individualverkehr weiter zu reduzieren. cl

 

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