Staus während OSZE-Gipfel mit Fahrrad umfahren – auf Protected Bike Lanes

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„Protected Bike Lane“ am Fernsehturm: Rund um die Messehallen hat Hamburgs Verkehrsbehörde anlässlich des OSZE-Treffens probeweise neuartige „geschützte Radfahrstreifen“ angelegt. Foto: Malte Hübner / ADFC Hamburg

Hamburg – Anlässlich des OSZE-Treffens in Hamburg vom 7. bis 9. Dezember 2016 sind zahlreiche Straßen gesperrt. Im Zentrum ist daher mit längeren Staus als üblich zu rechnen. „Um dennoch rechtzeitig und locker auch in diesen Tagen des Ausnahmezustands durch die Stadt zu kommen, gibt es ein einfaches Rezept für Autofahrer: den Umstieg aufs Rad!“, so Jens Deye vom ADFC Hamburg.
Der Fahrradclub fordert die Stadt auf, den Hamburgerinnen und Hamburgern gerade in Zeiten eines hohen Verkehrsaufkommens und von starken Behinderungen des Straßenverkehrs günstige und praktische Alternativen anzubieten. „Mit dem Rad bleibt man mobil, auch wenn die Straßen von Autos verstopft sind“, weiß Deye. Die Stadt habe die Chance, gerade in Ausnahmesituationen offensiv bei den Bürgern für den Umstieg vom Auto auf klimafreundliche und moderne Verkehrsmittel wie Rad oder Bus und Bahn zu werben. „Wer das Rad nimmt, entlastet zudem den ohnehin mit Einschränkungen versehenen ÖPNV“, sagt Deye.

Komme es zu Verkehrseinschränkungen im Stadtgebiet durch motorisierte Einsatzfahrzeuge der Polizei, appelliert der ADFC zudem an die Verantwortlichen, darauf zu achten, dass die Radverkehrswege frei bleiben und nicht unnötig durch Einsatzfahrzeuge blockiert werden. Für eine Stadt, die sich Fahrradstadt nennen wolle, sei es zudem angemessen, wenn es bei Straßensperrungen ausgeschilderte Umleitungen für den Radverkehr gebe. „So fühlt sich der Radfahrer ernst genommen und nutzt er seinen Mobilitätsvorsprung.“

Deye weist darauf hin, dass sich die Verkehrs- und Umweltprobleme in einem von Stau, Lärm und Abgasen stark belasteten Hamburg bis zur G20-Konferenz im Sommer 2017 weiter erhöhen werden. Andere europäische Metropolen wie Paris würden schon jetzt auf Smog und Stau mit Maßnahmen wie einem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und einer Fahrverboten reagieren.

Einen Vorgeschmack auf das, was international bereits zum Standard gehört, bekommen Radfahrende im Bereich der Messehallen. Hier ließ die Verkehrsbehörde anlässlich des OSZE-Treffens probeweise geschützte Radfahrstreifen anlegen. red

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