ADFC begrüßt weiteren Ausbau der Alsterachsen

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Anwohnerinnen und Anwohner der Sierichstraße sind Straßenlärm ausgesetzt, der nicht einmal in einem Gewerbegebiet zulässig ist. Quelle/Rechte: ADFC Hamburg

Hamburg – Nach dem Umbau des Harvestehuder Wegs auf der Westseite der Alster vor zwei Jahren will die Verkehrsbehörde nun endlich auch die Situation auf der Ostseite fahrradfreundlicher gestalten. Gestern Abend hat sie ihre Planungen im Literaturhaus am Schwanenwik vorgestellt.

„Gerade auf der Ostseite der Alster sind Radfahrer, Jogger und Fußgänger auf viel zu engem Raum und viel zu schmalen Wegen unterwegs – Verbesserungen sind dort dringend notwendig“, so Stefanie Miczka, Referentin für Verkehr des ADFC Hamburg. Der Abschnitt von der Krugkoppelbrücke bis zur Schönen Aussicht und zum Schwanenwik, für den die Behörde ihre  Pläne gestern präsentiert hat, werde von besonders vielen Radfahrenden genutzt. Die Hohenfelder Bucht im südlichen Anschluss, wo zwei Velorouten verlaufen, wird derzeit ebenfalls neu geplant. Miczka fordert eindringlich:

„Wichtig ist, dass bei diesen Planungen und Umgestaltungen das zukünftig noch stärkere Radverkehrsaufkommen in Hamburg gleich mitgedacht wird.“

Rund um die Alster seien schon heute die meisten Radfahrenden in Hamburg unterwegs. Der Fahrradclub begrüßt die von der Behörde geplanten Lösungen mit Radfahrstreifen oder Fahrradstraßen auf den so genannten „Alsterachsen“.

„Damit die Wege an der Außenalster zukünftig noch attraktiver für Radfahrende, Jogger und Fußgänger werden, muss die Politik auch hier den Mut haben, dem Autoverkehr Platz wegzunehmen.“

Bei der Einrichtung von weiteren Fahrradstraßen an der Alster könne auch aus früheren Fehlern gelernt werden, etwa aus dem Umbau des Harvestehuder Wegs zur Fahrradstraße. Die Politik hatte damals aufgrund des Kfz-Schleichverkehrs, der Touristenbusse und der Verlegung der Parkplätze auf die Fahrbahn viel Kritik einstecken müssen. Nach Korrekturen wird die Fahrradstraße im Harvestehuder Weg inzwischen von den Radfahrenden gut angenommen. „Die Behörde sollte die Fahrradstraßen auf der Ostseite der Alster nur für den Anliegerverkehr freigeben und vielleicht auch über eine zeitliche Begrenzung für die Durchfahrt von Touristenbussen nachdenken“, schlägt Miczka vor.

Pressemitteilung ADFC Hamburg

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