Bayern will Radwege weiter ausbauen

München – Wie Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann auf der 5. Bayerischen Verkehrssicherheitskonferenz in München gestern bekanntgab, setzt der Freistaat auch in Zukunft verstärkt auf den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur.

Von 2011 bis 2015 wurden rund 66 Millionen Euro für Radwege an Bundesstraßen und rund 46 Millionen Euro für Radwege an Staatsstraßen ausgegeben. Außerdem erhielten Gemeinden, die im Rahmen des Sonderbaulastprogramms den Bau von Radwegen an Staatsstraßen übernommen haben, rund 52 Millionen Euro Fördermittel. „Darauf aufbauend haben wir ein bayernweites Radwegebauprogramm aufgelegt, für das wir von 2015 bis 2019 insgesamt 200 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln in Radwege an Bundes- und Staatsstraßen investieren wollen“, so Herrmann. red/cl

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Auszeichnung fahrradfreundliche Kommunen

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Am 9. Mai befanden Vertreter des bayerischen Landtages, der Verkehrswacht, der Polizei, des ADFC Bayern, der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium und der AGFK den Landkreis Fürth für fahrradfreundlich. Dieses Prädikat wurde dem Landkreis nun heute offiziell verliehen. Foto/Rechte: Landkreis Fürth

München – Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat  heute in der Orangerie von Schloss Nymphenburg den Landkreis Fürth und die Städte Landshut und Ingolstadt mit dem Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Jedes Jahr bewerben sich bayerische Kommunen um die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ indem sie sich den strengen Aufnahmekriterien der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK)  unterwerfen. Die Kommunen, die den Radverkehrsanteil bei sich erhöhen wollen, überzeugen dabei nicht nur durch den Ausbau der Infrastruktur, sondern auch mit vielen Ideen, die die Bereitschaft auf das Fahrrad umzusteigen steigern.

Wie Herrmann berichtete, habe Ingolstadt sein Engagement beispielsweise durch den umfangreichen Bau von Fahrradabstellanlagen gezeigt. Auch hätte die Stadt einen sogenannten Mängelmelder eingerichtet. Herrmann: „Dieser Melder ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern direkt und schnell Schadstellen an die Stadtverwaltung melden zu können. Das fördert natürlich die Bereitschaft, die Infrastruktur auch zu nutzen.“

Weiter sagte Herrmann, dass unter den Top 10 der fahrradaktivsten Kommunen wieder fünf bayerische Kommunen und unter den zehn Kommunen mit den meisten Radkilometern pro Einwohner sogar acht bayerische dabei seien. Herrmann: „Bayern soll das Radlland Nummer eins werden und ich setze mich auch weiter dafür ein, dass die Infrastruktur für Radler bedarfsgerecht ausgebaut wird.“ Bis 2019, so Herrmann, stünden für Bayern mehr als 200 Millionen Euro für den Bau neuer Radwege im Zuge von Bundes- und Staatsstraßen zur Verfügung.

Ein besonderes Angebot für Radler ist das „Bayernnetz für Radler“: Dies finden Sie im Internet unter www.bayerninfo.de/rad und – praktisch für unterwegs – auch als App für iPhone und Android-Handys, aber auch ganz konventionell als Landkarte. Weitere Informationen finden Sie unter: www.agfk-bayern.de und www.innenministerium.bayern.de/vum/fussundradverkehr/index.php

red/Pressemitteilung STMI

Spatenstich für neuen Kreisverkehr in Ebern

Ebern – Die Kreuzung Coburger Straße / Gymnasiumstraße in Ebern wird verkehrssicher und barrierefrei ausgebaut. Das erklärt das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Für rund 725.000 Euro wird die Kreuzung bis Dezember dieses Jahres zu einem Kreisverkehr umgebaut. Mit etwa 80% beteiligt sich der Freistaat Bayern an den Kosten. Mit der Umgestaltung sollen dann auch Radfahrer sicherer unterwegs sein können, wie Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck beim heutigen Spatenstich im unterfränkischen Landkreis Haßberge erklärte: „Der Knotenpunkt ist hier im Moment stark belastet. Von den rund 3.200 Fahrzeugen, die die Staatsstraße täglich passieren, biegt fast die Hälfte aller Fahrzeuge in Richtung Schulzentrum oder von dort kommend in Richtung Stadt ab. Diesen ständigen Gefahrenpunkt beseitigen wir jetzt.“

Eck dankte in diesem Zusammenhang Bürgermeister Jürgen Hennemann, der die Planungen vorangetrieben hatte. Eck: „Ganz besonders freut mich, dass bei dem Kreisel auch Elemente der Barrierefreiheit realisiert werden. An den Querungsstellen werden taktile Leitelemente für sehbehinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger eingebaut. Zudem werden die Bordsteinhöhen angepasst. Das hilft nicht nur Roll­stuhlfahrern, sondern beispielsweise auch älteren Menschen mit Rollatoren, Radfahrern und Eltern mit Kinderwägen.“ cl

Rottbrücke bei Pocking freigegeben

Passau – Am vergangenen Mittwoch hat Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck die neue Rottbrücke bei Pocking in Niederbayern feierlich für den Verkehr freigegeben. Die Brücke aus dem Jahr 1887 war der mit täglich rund 8.200 Fahrzeugen über dem Durchschnitt von Bayerns Staatsstraßen liegenden Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen. Für insgesamt 5,9 Millionen Euro hat sie der Freistaat Bayern durch ein neues Bauwerk ersetzen lassen. 2,3 Millionen Euro fließen dabei aus einem Sonderprogramm des Landes in die neue Rottbrücke.

Bereits nach einem Jahr seit dem Baubeginn im Mai 2014 war die neue Querung über die Rott fertiggestellt. Nebst dem Ausbau der Staatsstraße 2117 hat die Maßnahme ebenfalls Verbesserungen für den Radverkehr mit sich gebracht, wie Eck betonte: „Die Fahrbahnbreite beträgt nun acht Meter. Daneben stehen 2,5 Meter für Fußgänger und Radler zur Verfügung. Unsere Radler können also ab sofort zwischen Pocking und der B 388 durchgehend und verkehrssicher auf einem eigenen Radweg fahren.“ cl

Kostenlose Radlkarte vom MVV

München – Die in Zusammenarbeit mit dem ADFC erstellte kostenlose MVV-Radlkarte liegt ab sofort in zahlreichen MVV-Regionalbussen, in den Landratsämtern der MVV-Landkreise und im MVG-Kundencenter zur Mitnahme aus.

Die Karte bietet einen Überblick mit ausführlicher Beschreibung über zehn Radrouten im ganzen MVV-Raum und enthält Ausflüge wie „An Ilm und Amper“, zum Kloster Schäftlarn oder die „Würmtaltour“. Jede der Touren startet und endet an einem anderen S- oder U-Bahnhof.

Insgesamt wurden knapp 30 Vorschläge für den Verbundraum ausgearbeitet. Alle Touren können mit detaillierten Beschreibungen, Karten und GPS-Tracks unter www.mvv-muenchen.de/rad abgerufen werden. Die Tourenvorschläge lassen sich im MVV-Radroutenplaner unter rad.mvv-muenchen.de individuell abändern.

Wer keine MVV-Radlkarte in MVV-Regionalbus, Landratsamt oder Kundencenter mehr vorgefunden hat, kann sie unter www.mvv-muenchen.de/shop gegen Erstattung der Versandkosten bestellen. cl / Quelle: MVV