„Deutschland per Rad entdecken“ mit neuen Routen

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Die Broschüre „Deutschland per Rad entdecken“ ist in ihrer 11. Auflage erschienen und darüber hinaus mit einem Onlineauftritt präsent. Quellenangabe / Rechte: ADFC/Marcus Gloger

Berlin – Zum Start der Internationalen Tourismus-Börse ITB ist die mittlerweile 11. Ausgabe des beliebten ADFC-Magazins „Deutschland per Rad entdecken“ erschienen – diesmal mit eigenem Online-Auftritt auf www.deutschland-per-rad.de. 65 Radfernwege, Radregionen und Bundesländer stellen sich vor, 100 weitere gibt es im Überblick. Unter den Zielen sind viele Klassiker wie die Romantische Straße und das Liebliche Taubertal sowie spannende Themenrouten wie der Bäderradweg und die Schlossparkrunde im Allgäu.

Die Broschüre bietet auf 84 Seiten handverlesene Routen und Regionen im ganzen Bundesgebiet, darunter 20 ADFC-Qualitätsradrouten und drei ADFC-RadReiseRegionen – komplett mit Übersichtskarte, Streckeninfos, Sehenswürdig­keiten, Kartenempfehlungen und Tipps zur Bahn-Anreise. Kontaktdaten der Tourismus-Organisationen vor Ort weisen den Weg zu weiteren Informationen. Im Magazinteil gibt es nützliche Tipps zur Vorbereitung, beispielsweise für den Radurlaub mit Kindern oder für Pedelec-Fahrer.

Die Broschüre ist in den ADFC-Geschäftsstellen, in vielen Fahrradläden der ZEG und des VSF sowie bei den Partnern Ortlieb und Globetrotter kostenlos erhältlich. Gegen eine Versandkostenpauschale kann sie über www.adfc.de/dpr-bestellen bestellt werden. Für unterwegs gibt es die Broschüre auch als E-Paper. Der frisch gestaltete, auch auf Mobilgeräten nutzbare Web-Auftritt www.deutschland-per-rad.de punktet zusätzlich durch Direktverlinkungen beispielsweise zu E-Bike-Mietstationen.

„Deutschland per Rad entdecken“ ist das einzige Medium, das bundesländerübergreifend radtouristische Angebote präsentiert. Die Deutsche Zentrale für Tourismus wirbt auf www.germany.travel weltweit für das Radreiseland Deutschland und bietet zu ausgewählten Routen mehrsprachige Informationen für Radtouristen aus dem Ausland an.

Pressemitteilung ADFC

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Frohes neues Jahr, Tempo 30 und ein Internetforum

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Frohes neues Jahr wünscht shaRAD Space – jetzt auch mit einem Internetforum für den Gedankenaustausch. Foto: shaRAD Space

Stuttgart – Zunächst einmal möchten wir uns bei Ihnen und Euch für den gelungenen Start von shaRAD Space im letzten Jahr bedanken und wünschen all unseren Leserinnen und Lesern ein frohes, gesundes, erfolgreiches und glückliches 2017, das schon jetzt um Veränderungen nicht verlegen ist:

Von nun an nämlich dürfen Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auch auf Gehwegen von einer mindestens 16 Jahre alten Aufsichtsperson begleitet werden. Unterdessen ist es ihnen ebenfalls gestattet, auch baulich von der Fahrbahn getrennte Radwege mitzubenutzen. Bis dato mussten jüngere Kinder ausschließlich auf den Bürgersteig ausweichen, der jedoch für die erwachsene Aufsichtspersonen tabu war.

Des Weiteren sind E-Bikes ab sofort mit Mofas gleichgestellt, wodurch sie künftig auch auf Radwegen außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs sein dürfen. E-Bikes sind nach Definition des Bundes Elektro-Leichtmofas bis 25 km/h, die sich genauso ohne Tretunterstützung selbständig fahren lassen und für die unter anderem Versicherungs- sowie Helmpflicht besteht. Herkömmliche Pedelecs mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h fallen nicht unter die veränderten Vorschriften.

Eine der bedeutendsten Reformen aber dürfte wohl sein, dass die Hürden für das Anordnen von Tempo 30 auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen gesenkt wurden. Damit wird es fortan möglich sein, schneller eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen im Umfeld von Kindergärten, Kindertagesstätten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen, Alten- und Pflegeheimen beziehungsweise Krankenhäusern zu erwirken. Verkehrsministern wie Michael Groschek aus Nordrhein-Westfalen fällt ein Stein vom Herzen:

„Nordrhein-Westfalen hat sich mit anderen Bundesländern im Bundesrat erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Bund diese Verbesserungen einführt. Ich bin froh, dass der Bundesverkehrsminister als Herr über die Straßenverkehrsordnung schnell gehandelt hat und die StVO-Novelle jetzt bereits in Kraft ist.“

Derweil hat der Tatendrang auch shaRAD Space erfasst. Dem einen oder anderen mag das Detail vielleicht schon aufgefallen sein: RadfahrInfo ziert den Header. Dahinter steckt eine Kooperation mit dem Verkehrsmagazin BahnInfo. ShaRAD Space wird unter dem Themenkomplex RadfahrInfo künftig exklusiver Bestandteil des Online-Eisenbahnjournals. Gleichzeitig geht mit einem Diskussionsforum das erste gemeinsame Projekt an den Start.

Im RadfahrInfo-Forum, das man ebenso im Menü unter „Forum“ erreicht, kann nach einmaliger Registrierung über beliebige Themen rund um das Fahrrad nach Herzenslust kontrovers diskutiert und berichtet werden. Darüber hinaus stehen registrierten Nutzerinnen und Nutzern alle weiteren BahnInfo-Foren in vollem Umfang zur Verfügung.

In diesem Sinne wünscht RadfahrInfo allen viel Kraft in den Pedalen sowie Akkus und jede Menge Rückenwind! red/cl

ADFC geht mit Partner Travelbike an den Start

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Ab sofort läuft die Umfrage zur 18. Radreiseanalyse des ADFC – in diesem Jahr mit dem Partner Travelbike. Quelle / Rechte: ADFC/Marcus Gloger

Berlin – Ab sofort läuft die Umfrage zur 18. Radreiseanalyse des ADFC – in diesem Jahr mit dem Partner Travelbike. Der Fahrrad-Club und der E-Bike-Vermieter rufen Radurlauber aus ganz Deutschland auf, bis 15. Januar 2017 die Erfahrungen ihrer letzten Radreisen mitzuteilen. Die Umfrage gibt Politik und Tourismus-Wirtschaft praxisnahe Rückmeldung zu Stärken und Schwächen des radtouristischen Angebots. Die Ergebnisse der ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse werden am 9. März 2017 auf der ITB Berlin vorgestellt.

ADFC-Tourismusreferentin Gabi Bangel sagt: „Mit der ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse tragen wir dazu bei, dass Radtouristen in Deutschland wirklich die Top-Qualität bekommen, die sie erwarten. Die Radreiseanalyse hat sich als Zufriedenheits-Index der Radurlauber bestens etabliert – und ermöglicht zugleich einen Blick nach vorn auf die Trends der kommenden Saison.“

Welcher Radfernweg hat Ihnen am besten gefallen?

Bei der Online-Umfrage werden 49 Fragen zu den zuletzt durchgeführten Radreisen gestellt. Gefragt wird beispielsweise, wie lange die Radreisen dauerten, wie sie vorbereitet wurden, wie man die Streckenqualität beurteilt und welcher Radfernweg am besten gefallen hat.

Noch bis 15. Januar 2017 bewerten und gewinnen!

Die Umfrage zur ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2017 läuft noch bis 15. Januar 2017 über die Internetseite www.adfc.de/radreiseanalyse. Wer mag, kann im Anschluss an einem Gewinnspiel teilnehmen und ein Premium-Elektrofahrrad gewinnen.

Partner Travelbike

Für die aktuelle Umfrage hat der ADFC mit der ZEG-Tochter Travelbike erstmals einen Partner mit an Bord. Die ZEG-Tochter bietet für Radtouristen ein E-Bike-Vermietungsnetzwerk mit besonders hochwertigen Elektrorädern an. E-Bike-Vermietungen sind ein wachsendes Segment im Radtourismus. Die Radreiseanalyse wurde entsprechend um Fragen zur Qualität von Mieträdern und zu Erwartungen an eine E-Bike-Vermietung erweitert.

red / Pressemitteilung ADFC

Trio for Rio – die Weltreiseradler sind nach 15 Monaten wieder zurück in Deutschland

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Nico und Julian Schmieder haben es geschafft. Über 32.000 Kilometer in 29 Ländern haben sie auf dem Fahrrad zurückgelegt, um in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele mitzuerleben. Quelle/Rechte: inMotion mar / cycle union GmbH

Oldenburg/München – 1.800 Stunden haben Sandro Reiter (33) und die Brüder Nico (27) und Julian Schmieder (34) auf dem Sattel gesessen. Im April 2015 waren sie mit ihren Tourenrädern von München aus in Richtung Rio de Janeiro aufgebrochen, um dort die Olympischen Spiele mitzuerleben. Jetzt sind sie wieder zurück von ihrem zweifellos gewagten Unterfangen. Sichtlich beeindruckt von den Erlebnissen resümiert Julian Schmieder:

„Durch die eigenen Augen betrachtet sieht die Welt viel freundlicher aus als es uns die Medienlandschaft mitunter glauben macht. Wir haben unterwegs enorme Gastfreundschaft erfahren.“

Sein Bruder Nico ergänzt:

„Der Blick über den Tellerrand relativiert so Einiges. Viele Sorgen, die man sich in unserer Heimat macht, wären woanders Peanuts. Da haben Leute mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.“

Durchschnittlich legten die Jungs am Tag über 80 Kilometer zurück. Ihre Route führte sie von München über Schottland nach Island und weiter per Flieger nach Alaska. Dort bezwangen sie die berühmte Langstrecken-Route „Panamericana“, die sich über den gesamten amerikanischen Doppelkontinent bis hinunter nach Feuerland erstreckt. Begleitet von einem großen Medienecho erreichten die Extremsportler punktgenau die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Ihre Tourenräder hatten unterwegs einiges aushalten müssen: Über 32.000 Kilometer in 29 Ländern, dazu schlechte Straßenverhältnisse, reichlich Gepäck und starke Temperaturschwankungen. Abgesehen von einem Speichenbruch und einem Tretlagerwechsel in Lima blieben jedoch weitere größere Reparaturen aus.

Auf die Frage angesprochen, warum sie denn mit dem Fahrrad in die weite Welt aufgebrochen seien, lautet die Antwort:

„Es ist einfach das beste Verkehrsmittel für so eine Unternehmung. Die Geschwindigkeit passt zur eigenen Wahrnehmung. Man ist schnell genug, um auch mal Strecke zu machen – und gleichzeitig langsam genug, um unterwegs vieles mitzubekommen. Man erreicht praktisch jeden Ort der Welt aus eigener Kraft – das ist doch genial!“

Das Fahrrad half übrigens auch, dem Kulturschock bei der Heimkehr vorzubeugen. Nico erzählt:

„Wir sind nach dem Rückflug nach Portugal ganz gemütlich von Lissabon nach München geradelt. So konnten wir uns langsam wieder an Europa gewöhnen. Verkehrsschilder, Wahlplakate, Landessprache: alles wurde allmählich wieder vertrauter. Das Fahrrad hat uns genau im richtigen Tempo wieder nach Hause gebracht.“

Jetzt steht erstmal die Aufarbeitung der Reise an. Ihre Erlebnisse haben die drei Jungs mit der GoPro festgehalten und wollen nun ihre abenteuerliche Reise mit einer Crowdfunding-Aktion ins Fernsehen bringen. Unterstützen kann man sie unter diesem Link: www.indiegogo.com/trio-for-rio-a-bike-road-movie red / Pressemitteilung inMotion mar, cycle union GmbH